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Bienenschwarm

Der Auszug eines Bienenschwarms gehört mit zu den faszinierenden Dingen, die man in der Natur beobachten kann. Zwischen 15.000 und 25.000 Bienen verlassen gleichzeitig den Bienenstock um eine neue Heimat zu suchen. Wie ein Wasserfall quellen die Bienen aus dem Flugloch. Ihre alte Königin nehmen sie mit, denn die zurückbleibenden Bienen ziehen sich eine neue Stockmutter heran. Unmittelbar nach dem Verlassen der alten Wohnung lassen sich die Bienen erst mal in einer Schwarmtraube nieder, das ist meist gar nicht weit vom alten Volk entfernt. Sie sind jetzt obdachlos und brauchen schnellstens eine neue Behausung. Eine gefährliche Situation, denn sie sind völlig ungeschützt.

Die Aufgabe ein neues Quartier zu finden übernimmt ein Suchkomitee aus einigen hundert der erfahrensten Flugbienen. Sie fliegen die Umgebung in einem Umkreis von bis zu 5 Kilometern ab und halten Ausschau nach einer geeigneten Höhle. Dann kehren sie zum Schwarm zurück und berichten von den Ergebnissen ihrer Suche durch Tanzen auf der Schwarmoberfläche. Dadurch werden neue Kundschafterinnen angeworben, die zu den beworbenen Plätzen fliegen und diese ebenfals inspizieren und bewerten. Es folgt eine heftige Diskussion um den besten Platz, die manchmal einige Tage dauern kann. Alternativen werden vorgeschlagen und wieder verworfen bis sich schließlich alle auf eine neue Wohnung geeinigt haben. Das ist eine Art demokratischer Prozess, der inzwischen ziemlich gut verstanden ist (siehe das Buch "Bienendemokratie" von T. Seeley).
 

Dann werden alle Bienen der Schwarmtraube mobilisiert und auf den gemeinsamen Abflug eingestimmt. In weniger als einer Minute erheben sich alle Bienen von ihrem Rastplatz und werden von den Suchbienen in das neue Zuhause geleitet, denn nur sie wissen schließlich wo es hingehen muß. Dort gründen sie einen neuen Staat. Sie müssen bei Null anfangen, denn sie haben nichts dabei außer dem Honig, den sie vor dem Auszug noch von den Vorräten getankt haben. Die Lebenskraft, die in eine Bienenschwarm steckt, ist wirklich beeindruckend.

Schwarmbienen sind in der Regel sehr friedlich und stechen nicht, deshalb brauchen Sie auch keine Angst zu haben, falls sich mal ein Bienenschwarm in Ihrer Nähe niederläßt. Wenn Sie eine Schwarmtraube sichten, dann melden Sie sich bitte bei einem Imker. Wildlebende Honigbienen haben seit der Ankunft der Varroa-Milbe in Europa praktisch keine Überlebenschance mehr, deshalb sollten sie von einem Imker eingefangen werden.

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