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Pestizide

In der heutigen, modernen und überwiegend industriell geprägten Landwirtschaft werden große Mengen von Pestiziden eingesetzt. Diese Präparate schützen zwar unsere Pflanzenmonokulturen und garantieren so hohe Erträge, doch die Auswirkungen auf unsere Insektenwelt sind gravierend und da kein Gift zwischen "guten" und "bösen" Insekten unterscheiden kann, leiden auch die Honigbienen zunehmend unter dem Einsatz solcher Substanzen.

In jüngster Zeit werden überwiegend Neonicotinoide verwendet, das sind Nervengifte, die unmittelbar im Gehirn angreifen und dort die Reizweiterleitung stören. Die Auswirkungen auf die Bienen sind gut untersucht und dokumentiert, was allerdings von Seiten der Agrarindustrie vehement abgestritten wird. Besonders die Arbeiten von Prof. Menzel von der Universität Berlin zeigen, daß Bienen, die in Kontakt mit diesen Substanzen kommen, ihr Landschaftsgedächtnis verlieren und nicht mehr nach Hause zurück finden. Fast könnte man sagen, die Bienen leiden unter einer chemisch induzierten Alzheimererkrankung. Die Völker fliegen sich regelrecht leer. Außerdem wird die Kommunikation im Bienenvolk stark gestört, die Bienen tanzen deutlich weniger. Eine Reihe weiterer Wirkungen ist inzwischen bekannt, so legt die Königin weniger Eier und die Fruchtbarkeit der Drohnen ist reduziert.

Aber nicht nur die Bienen leiden, alle Insektenarten sind betroffen, es gibt einfach viel weniger von ihnen als noch vor einigen Jahren. Wie oft haben Sie früher ihre Windschutzscheibe bei einer längeren Autobahnfahrt geputzt und wie oft machen Sie das heute? Weniger Insekten bedeuten auch weniger Singvögel, die Bestände gehen teilweise drastisch zurück, es hängt eben alles zusammen. Und das alles nur um möglichst billige Lebensmittel zu erzeugen oder sogenannten Biosprit in unsere Tanks zu füllen.

Wie gesagt, diese Tatsachen sind alle bekannt und bestens dokumentiert, doch ändern tut sich leider nichts und solange die finanziellen Interessen großer Konzerne höher bewertet werden als die Biodiversität unserer Umwelt, wird das auch so bleiben.

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