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Über Honig

Honig besteht aus vielen verschiedenen Inhaltsstoffen und seine Zusammensetzung variiert je nach Honigsorte. Traubenzucker (20-40%), Fruchtzucker (25-45%) und Wasser (bis zu 20%) sind die wichtigsten Hauptbestandteile. Dazu kommen noch verschiedene Mehrfachzucker, Proteine, Mineralstoffe, Enzyme, Vitamine, Aminosäuren und Pollen.
 

Je nach Zusammensetzung kann Honig überwiegend flüssig oder auch fest sein. Das Verhältnis von Traubenzucker zu Fruchtzucker ist dafür entscheidend. Überwiegt der Traubenzuckeranteil (z.B. beim Rapshonig), wird der Honig sehr schnell fest, ist der Anteil an Fruchtzucker hoch (z.B. beim Akazienhonig), so bleibt der Honig lange flüssig. Auch verarbeitungstechnische Schritte, wie etwa Rühren und Erwärmen haben Einfluß darauf. Kristallisierten Honig kann man ohne Probleme im Wasserbad erwärmen um ihn wieder zu verflüssigen. Dabei sollten nach Möglichkeit 40º C nicht überschritten werden. Bitte stellen Sie den Honig nicht in die Mikrowelle, sonst werden wertvolle Inhaltsstoffe zerstört.
 

Die Bienen nehmen den Nektar über ihren Rüssel auf und transportieren ihn in ihrem Honigmagen in den Bienenstock. Schon hier werden bienentypische Enzyme hinzugefügt, die Bakterien und Pilze hemmen und eine Umwandlung des Nektars einleiten. Außerdem wird dem Nektar dabei Wasser entzogen um eine Gärung zu unterdrücken. Die Sammelbienen übergeben den Nektar an die Stockbienen, die ihn in leere Wabenzellen einlagern. Dabei wird dem Honig nochmals Wasser durch Verdunstung entzogen. Dazu nutzen die Bienen ihre Flügel wie Propeller um den Wasserdampf aus dem Bienenstock hinauszublasen. Ist der Honig genügend getrocknet wird die Zelle mit einem Wachsdeckel verschlossen. Somit ist er theoretisch unbegrenzt haltbar. Archäologen haben in Ägypten angeblich Tongefäße mit Honig als Grabbeigaben gefunden, der nach mehreren tausend Jahren noch geniesbar gewesen sein soll.
 

Um 1 Glas Honig (500g) zu erzeugen müssen die Bienen 1,6 kg Nektar eintragen. Dafür fliegen sie rund 60.000 mal hinaus und besuchen bis zu 5 Millionen Blüten. Das ergibt dann je nach Standort um die 150.000 km Wegstrecke. Eine wirklich beeindruckende Leistung und sprichwörtlich für den sogenannten Bienenfleiß.

Je nachdem wo die Bienen sammeln ist die Zusammen-setzung des Honigs unterschiedlich. Der Imker nutzt das, indem er die Völker gezielt an bestimmte Standorte stellt und dadurch Sortenhonige gewinnt. Beispiele dafür sind Rapshonig, Edelkastanienhonig, Akazienhonig, Lindenhonig oder Waldhonig. Sommerblüte und Frühlingsblüte sind Mischungen, die sich nur durch die Jahreszeit unterscheiden, in der sie erzeugt wurden. Die Honigverordnung schreibt einen Nektaranteil von mindestens 50% der genannten Pflanze vor, damit ein Honig als Sortenhonig bezeichnet werden darf. Überprüft werden kann das durch eine Pollenanalyse, die sehr genau ist.

 

Einige Gedanken zum Thema Biohonig und Regionalität:

Immer mehr Menschen legen beim Kauf ihrer Lebensmittel großen Wert darauf, daß sie biologisch und ökologisch erzeugt werden. Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Auch auf einigen Honigglasetiketten findet sich inzwischen ein Biosiegel. Was bedeutet das nun? Die Honigbienen fliegen hinaus und sammeln Nektar wo immer sie ihn finden und das in einem Gebiet von über 30 Quadratkilometern.

Kein Imker kann seinen Bienen vorschreiben, wo sie sammeln sollen und leider sind die Bienen, die nur ungespritzte Blüten anfliegen noch nicht gezüchtet worden.

Ein Biosiegel auf einem Honigglas sagt also rein gar nichts über die "biologische" Qualität des Inhaltes aus. Der Unterschied liegt in den Richtlinien für die Betriebsweise, z.B. ist es nicht erlaubt seine Bienen in Styropor-Kisten zu halten. Man sollte also auf jeden Fall immer hinterfragen, was denn "Bio" im Einzelfall tatsächlich bedeutet.

HeidelbergHonig orientiert sich in vielen Bereichen an solchen Richtlinien, verzichtet aber ganz bewußt auf ein Bio-Label mit eher zweifelhafter Aussagekraft!

Auch auf vielen Honiggläsern aus dem nichteuropäischen Ausland (z.B. Mexiko oder Kuba) finden sich inzwischen Biosiegel. Jeder darf natürlich selbst entscheiden, ob er diese Produkte kaufen will. Dabei sollte man auch immer daran denken, daß Bienen vom anderen Ende der Welt keine Pflanzen bei uns bestäuben. Hier funktioniert die Globalisierung noch nicht.
 

HeidelbergHonig steht deshalb auf dem Standpunkt, daß die  Erzeugung von Nahrungsmitteln - ob biologisch oder nicht - unbedingt den regionalen Aspekt berücksichtigen sollte. Ein Lebensmittel, das um den halben Erdball transportiert wurde, hat daher eine eher fragwürdige ökologische Bilanz.
 

Wenn Sie ein Glas Honig von HeidelbergHonig erwerben, können Sie jedenfalls sicher sein, daß die Bienen in Heidelberg oder in der Umgebung gesammelt haben. Vielleicht haben sie dabei ja auch Ihren Garten oder Ihren Balkon besucht. Das ist auf jeden Fall ein schöner und im ökologischen Sinn sehr beruhigender Gedanke.

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