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Bienenwachs

Bienenwachs ist ein begehrtes Produkt und wurde früher hauptsächlich zur Herstellung von Kerzen verwendet. Nur Adel und Kirche konnten sich das leisten und die Zeidler mußten alles bei der Obrigkeit abliefern. Die Bienen haben an der Unterseite ihres Hinterleibs paarig angeordnete Wachsdrüsen aus denen sie feine Wachsplättchen ausscheiden. Das übernehmen die jungen Arbeiterinnen einige Tage nach dem Schlüpfen. Aber auch ältere Bienen können bei Bedarf ihre Wachsdrüsen wieder aktivieren, so z.B. nach dem Schwärmen, wenn ein neues Zuhause ausgestattet werden muß. Das zeigt mal wieder wie flexibel die Bienen sich an die jeweiligen Anforderungen anpassen können.


Sie produzieren also den Baustoff für ihre Waben selber. Das erfordert viel Energie. Man hat ausgerechnet, daß die Bienen für die Produktion von 1 Kilo Wachs etwa 6 Kilo Honig verbrauchen. Wer also zu Weihnachten eine 500g-Kerze abbrennen möchte muß dafür den Gegenwert von 3 kg Honig rechnen. Deshalb sind Bienenwachskerzen auch ziemlich teuer. Billige Supermarktware enthält oft nur 10-20% Bienenwachs, man sollte da schon mal genau auf die Packung schauen. Und da das Ganze so energieaufwendig ist bauen die Bienen auch nur wenn draußen ordentlich Nektar gesammelt werden kann. Es werden dann auch immer nur so viele Waben hergestellt wie das Bienenvolk gerade benötigt.
 

Bienenwachs besteht aus einem Gemisch von Estern, langkettigen Alkoholen und Fettsäuren und ist eigentlich weiß. Die gelbe Farbe kommt von dem natürlichen Farbstoff Carotin, der im Blütenpollen enthalten ist. Es ist lipophil, löst sich sehr gut in Terpentinöl und wird bei etwa 65° C flüssig. Der größte Verbraucher heutzutage ist die kosmetische und pharmazeutische Industrie, da die Bienenwachskerzen fast völlig von den billigen Stearin- und Paraffinkerzen verdrängt worden sind.

 

Die Waben werden vom Imker nach einer gewissen Zeit aus dem Bienenvolk entnommen und eingeschmolzen, denn sie werden nach längerem Gebrauch immer dunkler und die Gefahr von Krankheiten wächst. Das geschmolzene Wachs wird gereinigt und kann danach zu Mittelwänden verarbeitet und so von den Bienen wiederverwendet werden. In der Natur wird die Wachszerstörung von der Wachsmottenlarve (eine kleine Schmetterlingsart) besorgt, die das komplette Wabenwerk eines verlassenen Bienenstocks verzehrt und so den Platz für eine Neubesiedlung schafft

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